11. Der Bund hat im Herbst 2007 die Bereitschaft erklärt, den BA 5 früher als gedacht zu finanzieren. Auch das Land Niedersachsen setzt sich für eine schnelle Realisierung dieser Verbindung zur A 1 bei Brinkum ein. Damit besteht die Möglichkeit, zu den bis Mitte der 90er Jahre verfolgten Plänen zurückzukehren, die A 281 direkt über die Ochtum nach Niedersachsen zu führen und auf die Notlösung eines BA 2.2 der A 281 zum Arster Zubringer zu verzichten. Mit einer zusätzlichen Auffahrtrampe von der Neuenlander Straße zur A 281 gibt es eine schnelle und kostengünstige Lösung für die Verkehrs- und Umweltprobleme auf der Neuenlander Straße zwischen dem Neuenlander Ring und der Friedrich-Ebert-Straße. Damit muss nicht bis zur Schließung des Autobahnrings gewartet werden.

 

 12. Herbst 2007: Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa richtet einen Runden Tisch mit Beteiligung von Vertretern seines Ressorts, des Amtes für Straßen und Verkehr, der GPV, der Beiräte Obervieland und Huckelriede und vier Vertretern der Bürgerinitiativen ein, um mögliche Verbesserungen für die Anwohner zu erörtern.

13. Am 19.2.2008 entscheidet der Senat, dass die Planungen des BA 2.2. wie vorgesehen umgesetzt werden sollen. Die Entscheidung wurde vorbereitet, ohne die Ergebnisse des Runden Tisches abzuwarten. Es wurde weiterhin entschieden, dass Flüsterasphalt zur Reduzierung der Lärmwerte eingesetzt wird und die Querspange nach Fertigstellung des BA 5 zurückgebaut wird. Das geht aus einer Vereinbarung zwischen dem Bundesverkehrsministerium und Bremen hervor. Daraus wird deutlich: Die Querspange und die damit zwangläufig verbundene Höherführung der Autobahn vor Huckelriede werden –falls überhaupt – nur für wenige Jahre benötigt. Der 3-Etagen-Knoten vor Huckelriede bleibt jedoch für die Ewigkeit.

Ein zweiter Runder Tisch soll eingerichtet werden, um die Bürger frühzeitig in die Planung des BA 5 einzubeziehen.

14. Die Vereinigung der Bürgerinitiativen veröffentlicht am 20.6.2008 ein in ihrem Auftrag von Dr. Joachim Hartlik – Büro für Umweltprüfungen und Qualitätsmanagement – erarbeitetes Gutachten zu den „Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren Neubau der A 281 Bauabschnitt 2.2.“ Das Gutachten beschreibt erhebliche fachliche, methodische und rechtliche Mängel des Planungsverfahrens. Der Gutachter stellt abschließend fest:

„Mit dem Angebot des Bundes und der Bereitschaft Niedersachsens, sich ebenfalls für eine schnelle Realisierung des 5. Bauabschnittes einzusetzen, bietet sich die Möglichkeit, zu den ursprünglichen Planungen zurückzukehren und die A 281 direkt zur A 1 nach Brinkum zu führen. Mit einer Führung des Bauabschnittes 5 unter dem Flughafen hindurch wäre – im Gegensatz zur beantragten Trasse im Planfeststellungsverfahren für den Bauabschnitt 2/2 – eine deutliche Entlastung der Wohnbevölkerung in Huckelriede und Obervieland möglich. Eine objektive Gegenüberstellung der Kosten ... für beide Alternativen stellt eine unverzichtbare Entscheidungsgrundlage dar und sollte daher dringend nachgeliefert werden.

Vor dem Hintergrund der veränderten Rahmenbedingungen und im Hinblick auf die Rechtssicherheit des Planfeststellungsverfahrens für den Bauabschnitt 2/2 ist dem Bremischen Senat zu empfehlen, eine integrierte Neuplanung der Bauabschnitte 2/2 und 5 einzuleiten. Der scheinbare Zeitverlust wird durch eine höhere Rechtssicherheit und durch Vermeidung langwieriger Klageverfahren kompensiert.“