Mindestens 220 Menschen aus dem Bremer Süden und aus Stuhr versammelten sich am späten Nachmittag des 13.11.2014 auf dem Parkplatz an der Ecke Neuenlander Straße/Kattenturmer Heerstraße zu einer Demonstration als Baustellensimulation "Wir bringen Licht ins Planungsdunkel!" Passend zum Motto hatten viele nicht nur Plakate und Transparente, sondern auch Laternen und Fackeln mitgebracht.

Nach einer kurzen Auftaktkundgebung zogen die Demonstranten freundlich eskortiert durch die Polizei auf die 4 Fahrbahnen vor dem Trog zwischen Neuenlander Straße und Zubringer Arsten, um ihn für eine gute halbe Stunde zu blockieren. Damit sollte für kurze Zeit gezeigt werden, was für mindestens 3 Jahre an Staus, Behinderungen und Chaos auf die Verkehrsteilnehmer und die Menschen in den Wohngebieten zukommt, wenn der Trog während der Bauarbeiten für den Bauabschnitt 2.2 der A 281 zum Zubringer Arsten gesperrt werden muss.

In der von der DEGES am 14.10.2014 im Beirat Obervieland gezeigten Präsentation taucht das Wort Trogsperrung nicht ausdrücklich auf. Für die Bauphasen 3 und 4 im Trog-/Tunnelbereich wird aber eine komplett ebenerdige Umfahrung der Baustelle vorgesehen. Das bedeutet nichts anderes, als dass der Trog in beiden Richtungen nicht befahrbar ist. Das vorläufige Konzept der DEGES finden Sie hier.

Radio Bremen hatte bereits seit dem frühen Morgen auf die Demonstration und die zu erwartenden Behinderungen hingewiesen. Trotzdem bildeten sich Rückstaus weit über den Neuenlander Ring hinaus bis auf die Autobahn, und auch auf dem Zubringer Richtung Habenhauser Brückenstraße gab es nur noch Stop and Go. Die Veranstalter betrachten den Test daher als gelungen. Ihnen ging es nicht darum, die Autofahrer zu ärgern, sondern in Bildern und praktisch erfahrbar Problembewusstsein zu schaffen : bei den Verkehrslteilnehmern, aber auch und vor allem bei Planern und Politik. Die Vereinigung der Bürgerinitiativen ist sich sicher: Insbesondere die Berufspendler und der Güterverkehr werden leiden, es wird Ausweich- und Schleichverkehr durch Wohngebiete geben, Busse und Bahnen werden ihre Fahrpläne nicht einhalten können und wichtige Einrichtungen wie das Krankenhaus "Links der Weser" nur noch eingeschränkt erreichbar sein.

Am Rande der Demonstration verteilten die Bürgerinitiativen ein Informationsblatt an Passanten und Autofahrer. Sie finden es hier.

Die Redebeiträge von BI-Sprecher Norbert Breeger, Rudi Geisler aus der Robert-Koch-Straße,  Bernd Nehrhoff aus Arsten und Horst Lilienthal von der Bürgerinitiative "Aktion für Stuhr" können Sie nachlesen.

Das ausführliche Presseecho finden Sie im Pressearchiv, Fotos von der Demonstration in der Fotogalerie.