Der Beirat Obervieland fasste am 9.4.2013 seinen Beschluss zu den Auf- und Abfahrten des BA 2.2. Die Mehrheit aus CDU und SPD votierte für die Lösung am Knotenpunkt Huckelriede. Grüne, Linke und B+B hingegen forderten in einem gemeinsamen Antrag, eine  Variantenentscheidung erst nach einem ergebnisoffenen Beteiligungsverfahren unter Berücksichtigung der Obervielander Interessen zu treffen.

Schon am 14.3.13 hatte der Beirat Neustadt entschieden: Die Auf- und Abfahrten des BA 2.2 der A 281 sollen direkt zum Knoten Huckelriede führen. Den Beschluss finden Sie hier. Ergänzungsvorschläge der Vereinigung der Bürgerinitiativen zur Inanspruchnahme und Belastung der Grundstücke Plate und Wähmann, zum Lärmschutz für die benachbarten Wohngebiete, zur Entlastung der Kattenturmer Heerstraße und zur Realisierbarkeit einer Anschlussstelle der B 6n auf dem Hornbachgelände wurden nicht berücksichtigt.

Am 27.2.2013 hatten sich die Beiräte Neustadt und Obervieland auf einer gemeinsamen Sitzung in der überfüllten Mensa der Oberschule am Leibnizplatz über 4 Stunden lang mit den Thema Auf- und Abfahrten befasst  - und trotzdem blieben noch viele Fragen offen. Die Vereinigung fühlte sich in ihrer Kritik bestätigt, dass allein auf einer Beiratssitzung kein ergebnisoffenes, umfassendes und gründliches Beteiligungs- und Abwägungsverfahren zur Festlegung der Auf- und Abfahrten des BA 2.2 stattfinden kann.

Von den LINKEN aus der Neustadt und aus Obervieland und den GRÜNEN aus OV wurden Anträge eingereicht, mit denen doch noch ein Regionalausschuss bzw. ein Runder Tisch unter gleichberechtigter Einbeziehung der Bürgerinitiativen durchgesetzt werden sollte. Sie kamen jedoch nicht mehr zur Abstimmung.

Die Mehrheit beider Beiräte machte deutlich, dass sich an ihrer vorgefassten Meinung auch durch die Fragen und die Kritik der Vereinigung  - die gezeigte Präsentation finden Sie hier - und vieler Bürgerinnen und Bürger nichts geändert hatte: Sie wollen die Auf- und Abfahrten zum Kreuzungspunkt. Immerhin wurde die endgültige Entscheidung auf die nächsten Beiratssitzungen verschoben. Bis dahin soll eine Redaktionsgruppe, in der auch die BIs beratendend mitarbeiten dürfen, einen detaillierteren Beschlussantrag erarbeiten.

Alle Mitglieder der Vereinigung hatten sich im Vorfeld darauf verständigt, gemeinsam das zugesagte Beteiligungsverfahren einzufordern und auf dieser Sitzung keine Werbung für die eine oder andere Variante zu machen. Die unterschiedlichen Betroffenheiten und Interessen der Wohngebiete sollten gleichberechtigt in die Beteiligungsarbeitsgruppe eingebracht werden. Die Bürgerinitiative Huckelriede fühlte sich leider zum wiederholten Male nicht an diese Absprachen gebunden.

Schon vorher war deutlich geworden, dass von ihr schon seit langem über Nebengleise und ohne die anderen Bürgerinitiativen darüber zu informieren, versucht wurde, ausschließlich die Interessen ihres Wohngebietes durchzusetzen.

Der Koordinierungskreis der Vereinigung hat sich am 7.3.2013 ausführlich mit Verlauf und Inhalten der Beiratssitzung befasst. Er bedauert, dass auf dieser Sitzung die Chance verpasst wurde, die Variantenentscheidung durch ein ergebnisoffenes und transparentes Verfahren zu legitimieren. Die weitere Bewertung entnehmen Sie bitte der Presseerklärung. Der Koordinierungskreis sah sich darüber hinaus gezwungen, die BI Huckelriede aus der Vereinigung auszuschließen.

Unser Zusammenschluss heißt jetzt ohne Ortsteilbezug "Vereinigung der Bürgerinitiativen für eine menschengerechte A 281".