Die Vereinigung der Bürgerinitiativen hat ergänzend zu ihrer umfangreichen Einwendung zur ersten Planauslegung vom 16.6.2015 auch im laufenden Planänderungsverfahren eine Einwendung erhoben. Sie äussert sich darin zu vorgenommenen baulichen Änderungen, neu öffentlich gemachten Unterlagen und veränderten Rahmenbedingungen für die Begründung und Planung des Bauabschnitts 2.2 der A 281.

Die Bürgerinitiativen stellen fest, dass mit der Zusage des Bundes, die Kosten für den Seehauser Tunnel komplett zu übernehmen und nicht mehr nach einem Investor zu suchen, eine wesentliche Begründung für die Notwendigkeit des BA 2.2 entfallen ist. Weiter belegt die Vereinigung anhand einer erst mit der Neuauslegung öffentlich gemachten Verkehrsprognose, dass der Bauabschnitt 2.2 praktisch keine Auswirkungen auf die Verbesserung weiträumiger Verkehrsverbindungen und die Entlastung der Innenstadt hat. Er ist für die Funktionsfähigkeit des Autobahnrings A 281 überflüssig.

Das Verkehrsgutachten zeigt auch: Mit dem Bauabschnitt 2.2 gibt es mehr und nicht weniger Verkehr auf den benachbarten Stadtstraßen und in den Wohngebieten.

Die vollständige Einwendung finden Sie hier.

 

 

 

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, erhält eine Auszeichnung des Verbandes der Bauindustrie Niedersachsen-Bremen. Er wird laut Bericht des Weser Kurier dafür geehrt, dass er sich in den Haushaltsberatungen immer wieder für viele Infrastrukturprojekte in der Region eingesetzt hat.

Wir gratulieren Herrn Staatssekretär Ferlemann sehr herzlich, denn wir sind sicher, er hat diesen Preis verdient, ist er doch auch Ausdruck eines hohen Maßes an Kundenzufriedenheit.

Die Mehrheit des Beirates Obervieland aus SPD und CDU hat ohne kritische Nachfragen und Diskussion einen zustimmenden Beschluss zu den Planänderungen zum Bauabschnitt 2.2 der A 281 gefasst. Dabei gingen die beiden großen Fraktionen auch nicht auf vorab von der Vereinigung der Bürgerinitiativen übermittelte Informationen ein, nach denen der Bauabschnitt 2.2 nach seiner Fertigstellung mehr Verkehr nach Obervieland bringt und - anders als in den Planfeststellungsunterlagen behauptet - während der Tunnelsperung keine Umleitung von Buslinien möglich ist.. Das ergibt sich aus einer Verkehrsprognose von IVV Aachen und einem Schreiben des Verkehrsverbundes Bremen-Niedersachsen.

GRÜNE und LINKE brachten einen gemeinsamen Antrag ein, in dem diese neuen Sachverhalte berücksichtigt wurden. Die beiden Fraktionen forderten darüber hinaus, auf den Bauabschnitt 2.2 zu verzichten. Der Vertreter der FDP und das parteilose Beiratsmitglied Peter Wilkens schlossen sich dieser Position und dem Antrag an.

Die Vereinigung der Bürgerinitiativen hat sich nach dieser Sitzung entschieden, bis auf weiteres nicht mehr an den Sitzungen des Beirates Obervieland teilzunehmen. Dazu Berichte aus dem Stadtteilkurier und dem Bremen Teil des Weser Kuriers.

Flughafengeschäftsführer Jürgen Bula hat am 16. November 2015 auf einer Veranstaltung der Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen klare Worte zu den Autobahnplänen im Bremer Süden gefunden.

Die Kreiszeitung zitiert ihn: "Die gesamten Planungen sind handwerklich schlecht." Weiter heißt es: "Das geplante Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde, mehrere Kurven und Höhenverschwenkungen, die Gefahr von Nebel, die Flächenverluste des Flughafens, ein voraussehbarer Verkehrskollaps durch eine Verdichtung in engsten Zonen ergeben für Bula nur eine Variante, einen Tunnel."

Die Neue Osnabrücker Zeitung schreibt: "In der Fragerunde nach dem Vortrag auf den geplanten Lückenschluss der Autobahn A281 zwischen Flughafen und Autobahnzubringer Arsten angesprochen, ließ Bula keinen Zweifel an seiner Präferenz: ´Für uns gibt es nur eine Variante: die Untertunnelung des Flughafens´. Eine Trassenführung um den Flughafen herum lehnt Bula strikt ab."

Die taz Bremen ist dem Thema ausführlicher nachgegangen und verweist am 19.12.2015 auf die Übereinstimmungen zwischen dem Flughafenchef und der Vereinigung der Bürgerinitiativen. Beide lehnen die bisherigen Planungen für den Bauabschnitt 2.2 ab und fordern aus unterschiedlichen Interessen und Blickwinkeln, gleich mit einem Tunnel unter dem Flughafen zur A 1 nach Brinkum zu gehen.