Bürgerinitiativen informieren über absehbares Verkehrschaos

Die Vereinigung der Bürgerinitiativen hat am 21.3.2015 zwei große Transparente an der Neuenlander Straße enthüllt, mit denen sie die Verkehrsteilnehmer auf die absehbaren Behinderungen beim Bau des Bauabschnitts 2.2 der A 281 vorbereiten will. Norbert Breeger von den Bürgerinitiativen sagte voraus: „Hauptleidtragende werden der Güterverkehr und die vielen Berufspendler sein, die bisher über den Zubringer Arsten und die Kattenturmer Heerstraße fahren.“ Die Menschen in den Wohngebieten in Obervieland und der Neustadt müssten über Jahre vor ihren Haustüren Staus, Schleichverkehr und mehr Lärm und Schadstoffe ertragen.

Wenn der Abschnitt 2.2 der A 281 gebaut wird, soll nach Auskunft der Planer der vorhandene Tunnel zum Zubringer Arsten für 3 Jahre in beiden Richtungen gesperrt werden. Durch ihn fahren 35.000 Autos pro Tag. Sie müssen in dieser Zeit ebenerdig und mit Ampeln an der Baustelle vorbei geführt werden, es sei denn, die Autofahrer haben sich schon vorher weiträumige Umwege durch andere Stadtteile und Wohngebiete gesucht.

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Anlass für diese Aufklärungsaktion war die Einleitung eines neuen Planfeststellungsverfahrens für den Bauabschnitt 2.2 durch Verkehrssenator Dr. Lohse. Die Bürgerinitiativen setzen sich weiter für verkehrs- und menschengerechte Alternativen ein. Die bestehenden Staurisiken auf der Neuenlander Straße können nach ihrer Auffassung kurzfristig und für wenige Millionen € dadurch gelöst werden, dass endlich die 2002 planfestgestellte vierspurige Auf- und Abfahrt vom Bauabschnitt 2.1 über den Neuenlander Ring auf die Neuenlander Straße gebaut wird. Dadurch werde der inzwischen 150 Millionen € teure Autobahnabschnitt Richtung Arsten mit all seinen negativen Auswirkungen überflüssig.

Das dadurch eingesparte Geld müsse, so die Bürgerinitiativen, für die aus ihrer Sicht einzig sinnvolle Neubaustrecke eingesetzt werden: die Anbindung der A 281 als „Bundesstraße 6 neu“ unter dem Flughafen hindurch zur A 1 bei Brinkum. Nur so könnten die beiden Ziele des Autobahnrings erreicht werden: kürzere Wege und Zeitersparnis für den überregionalen Verkehr und eine Entlastung von Wohngebieten im ganzen Bremer Süden. Und ein weiterer unschätzbarer Vorteil: Es muss anders als beim Bauabschnitt 2.2 so gut wie nicht in den fließenden Verkehr eingegriffen werden.

Die Bürgerinitiativen wissen, der Flughafentunnel ist teuer, aber, so Norbert Breeger, „es ist viel kostengünstiger, die B 6n vorzuziehen anstatt erst einmal 150 Millionen € für eine Autobahn nach Arsten auszugeben, die mehr schadet als dass sie nützt.“

Die Vereinigung der Bürgerinitiativen fordert deshalb den Senat auf, mit dem Bundesverkehrsministerium darüber zu verhandeln, dass der direkte Weg nach Brinkum in den ab 2016 geltenden neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird. Bis 2003 stand diese Trasse schon einmal im vordringlichen Bedarf.

Die Kosten der Aktion trug der gemeinnützige Förderverein der Bürgerinitiativen, der VMVS e.V..

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