Senat und Verkehrsdeputation haben den Planungs- und Verschwendungswahnsinn bei der A 281 auf die Spitze getrieben. Sie beschlossen, aus Bremischen Haushaltsmitteln Mehrkosten von 21,6 Millionen € für den Bauabschnitt 2.2 der A 281 zu übernehmen. Der Bremische Anteil an den kalkulierten Baukosten von jetzt 142,8 Millionen € erhöht sich damit auf 30 Millionen €.

Die in einer "vertieften Planung" entdeckten Mehrkosten ergeben sich laut Planungsgesellschaft DEGES aus einer Anpassung des Tunnel- und Trogbauwerkes an die Grundwasserstände, einer Verbreiterung des neuen Tunnel- und Trogbauwerkes zur Einhaltung der erforderlichen Haltesichtweiten, einer veränderten Herstellung der Baugruben und einem teilweisen Abbruch und der Instandsetzung des bestehenden Trogbauwerkes zum Zubringer Arsten. Der Bund ist nicht bereit, sich an diesen zusätzlichen Kosten zu beteiligen. Die Vorlagen für Senat und Verkehrsdeputation finden Sie hier, eine Presseerklärung des Verkehrsressorts an dieser Stelle.

Nach allen Erfahrungen werden die Kosten in den nächsten Jahren noch weiter explodieren. Vor allem die Probleme beim alten Trogbauwerk werden zu einer erheblichen Verlängerung der Bauzeit und zusätzlichen Belastungen für den Verkehr und die benachbarten Wohngebietet führen. Zu diesen oder anderen Aspekten gab es in der Sitzung der Verkehrsdeputation am 28.11.13 keine einzige Nachfrage. Die Kostenübernahme wurde einstimmig gebilligt.

Die Vereinigung der Bürgerinitiativen hingegen sieht sich durch die jüngsten Entwicklungen in ihrer Position bestätigt, auf den Bauabschnitt 2.2 zum Zubringer Arsten ganz zu verzichten und stattdessen die 2002 planfestgestellte ampelfreie vierspurige Auf- und Abfahrt am Neuenlander Ring zu bauen. In ihrer Presseerklärung heißt es:

"Wir sind uns sicher: Diese Ausgaben sind reine Verschwendung.

  • Der verkehrliche Nutzen ist gering.
  • Eine funktionierende Anbindung der A 281 an den Zubringer Arsten wird weiter verschleppt.
  • Die einzig geeignete Entlastung für den Verkehr und die Bevölkerung - unter dem Flughafen hindurch zur A 1 nach Brinkum - wird praktisch unmöglich und der einstimmige Beschluss der Bremischen Bürgerschaft beerdigt."

Die Presseerklärung im Wortlaut finden Sie hier. Sie wurde auch an alle Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft, die Mitglieder der Verkehrsdeputation und die Beiräte Neustadt und Obervieland verschickt.

Im gleichen Sinne wie die Vereinigung der Bürgerinitiativen äüßerte sich in einer Pressemitteilung auch der BUND-Bremen. Der Vorsitzende Dieter Mazur fragt: "Kein Geld für besseren Radverkehr und Sanierung von Schlaglöchern, aber über 30 Millionen für Straßenneubau! Droht hier ein neuer Fall für den Rechnungshof?"