Der Senat hat am 7.5.2013 beschlossen, welche Projekte Bremen beim Bund  für den neuen Bundesverkehrswegeplan 2015 anmelden wird. Bei der B 6n soll  nicht nur die Bremer Vorzugsvariante unter dem Flughafen hindurch sondern auch die vom BMVBS favorisierte Flughafenumfahrung eingereicht werden. Das steht im Widerspruch zum einstimmigen Beschluss der Bremischen Bürgerschaft vom 18.10.2012: "Die Bürgerschaft (Landtag) bekräftigt ihren Beschluss, dass die Bundesstraße 6 neu (B 6n) nur in der Bremer Vorzugsvariante mit einem Tunnel unter der Start- und Landebahn des Flughafens hindurch gebaut und bei Brinkum an die Autobahn angeschlossen werden soll."

Die Prüfung der eingereichten Varianten und die Einstufung im Bundesverkehrswegeplan wird ausschließlich durch das Bundesverkehrsministerium vorgenommen. Damit ist für uns klar: Eine B 6n unter dem Flughafen hindurch wird es niemals geben!

Die Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung und Energie soll die Senatsvorlage am 30.5.13 zur Kenntnis nehmen. Wir haben die Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft und die Mitglieder der Deputation deshalb in einem Offenen Brief aufgefordert, die Missachtung ihrer Beschlüsse nicht hinzunehmen und ein Veto gegen die Anmeldung der Flughafenumfahrungsvariante einzulegen. Falls der Bund auf seinen unannehmbaren Bedingungen besteht, darf Bremen überhaupt keine B 6n für den Bundesverkehrswegeplan anmelden.

Aller Proteste und kritischer Äusserungen von Abgeordneten zum Trotz nahm die Verkehrsdeputation den Senatsbeschluss zur Kenntnis. Der Senat wurde lediglich gebeten, bei der Anmeldung der beiden B 6n-Varianten darauf hinzuweisen, dass die Bürgerschaft die Untertunnelung haben möchte !?
Näheres in einem Bericht und einem Kommentar des Weser Report.

In den Diskussionen zum Bauabschnitt 2.2 der A 281 hatten wir immer wieder die Befürchtung geäussert, dass mit einem verlängerten Trog vor Huckelriede und den Auf- und Abfahrten zur Kreuzung Neuenlander Str./Kattenturmer Heerstraße bereits die baulichen Voraussetzungen für eine spätere Anbindung der B 6n geschaffen werden sollen. Leider war die Mehrheit der Beiräte Neustadt und Obervieland unserer Argumentation nicht gefolgt. Einigkeit mit den Bürgerinitiativen besteht bisher noch in der geschlossenen Ablehnung der B 6n durch das Wohngebiet Wolfskuhle und die Kleingartengebiete. Wir haben die Beiräte deshalb in einem Brief aufgefordert, wenigstens in diesem Punkt wieder zu einem abgestimmten Vorgehen mit uns zu kommen.

Unsere wichtigsten Argumente haben wir zusätzlich in einer Presseerklärung zusammen gefasst.