Die Verkehrsdeputation erhielt am 14.9.2017 einen Bericht der Verwaltung zum Planungsstand bei den  Bauabschnitten 2.2 und 4 der A 281.

Beim Bauabschnitt 2.2 wird angekündigt, dass zusätzlich ein Gesamtlärmgutachten öffentlich ausgelegt werden soll, weil neue "rechtlich relevante Lärmbetroffenheiten" ermittelt wurden. Es ist eine Einwendungsfrist von 6 Wochen vorgesehen. Ein Termin für die zusätzliche Auslegung wird noch nicht genannt. Auf jeden Fall wird davon ausgegangen, dass ein Planfeststellungsbeschluss nicht - wie bisher angekündigt - Ende 2017 sondern erst Mitte 2018 erfolgen wird.

Die Bauablaufkonzeption für den BA 2.2 soll im Herbst 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zur Zeit werde geprüft, ob in den besonders von den Umleitungsverkehren betroffenen Straßen "bauliche Ertüchtigungen" erforderlich sind. Nach einem Bericht des Weser Kurier geht es dabei konkret um den Kirchweg und die Kornstraße. Die Verkehrspolitischen SprecherInnen von SPD und GRÜNEN, Heike Sprehe und Ralph Saxe, hätten das Anwohnern zugesagt.

Die Vereinigung der Bürgerinitiativen hat das in einer Presseerklärung kommentiert. Politik und Planer würden versuchen Probleme zu lösen, die es ohne sie gar nicht gäbe. Die Bürgerinitiativen betonen, dass sie den Bauabschnitt 2.2 für überflüssig halten. Die einzig sinnvolle Lösung ist für sie, auf eine Autobahn zum Zubringer Arsten zu verzichten und stattdessen die B6n unter dem Flughafen hindurch zur A 1 nach Brinkum zu bauen, ohne jahrelange Eingriffe in den vorhandenen Verkehr.

Gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Bauabschnitt 2.2 werde es nach jetzigem Stand erneute Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht geben. Im Mittelpunkt werde dabei stehen, ob es überhaupt eine Planrechtfertigung für den BA 2.2 gibt und vernünftige Alternativen ergebnisoffen geprüft wurden.

Abschließend fragt die Vereinigung die Bürgerschaftsfraktionen und insbesondere die GRÜNEN, ob sie schon einmal etwas Nachhaltigkeit gehört hätten.

Die absehbaren Auswirkungen der bisherigen Planungen des Bauabschnitt 2.2 der A 281 und der B 6n für die betroffenen Wohngebiete und für den Verkehr und die von den Bürgerinitiativen aufgezeigten Alternativen wurden vom Weser Kurier in einem ausführlichen Bericht vom 25.9.2017 dargestellt.