40 Mitglieder und Unterstützer der Bürgerinitiativen waren am 16. Juli Zeugen einer in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerten Debatte in der Landesbürgerschaft zum Dringlichkeitsantrag der LINKEN. Sie erlebten die Bildung einer übergroßen "Koalition der Unvernunft" aus SPD, CDU und GRÜNEN. Geschlossen weigerten sie sich, die von der LINKEN vorgebrachten und in der Bürgerschaft von Klaus-Rainer Rupp vertretenen Argumente für eine vergleichende Nutzen-Kosten-Analyse des Bauabschnitts 2.2 und der planfestgestellten vierspurigen Auf- und Abfahrt am Neuenlander Ring überhaupt inhaltlich zu diskutieren, trotz einer Verdoppelung der Kosten, gesunkener Verkehrsprognosen und absehbarer mehrjähriger Staus während der Bauzeit. Auch Verkehrssenator Lohse verteidigte die mit dem Bund ausgehandelte Lösung vehement und wurde dafür ausdrücklich von Heiko Strohmann (CDU) gelobt. Wenigstens er habe keine Asphaltallergie.

Gemeinsamer Tenor von Senator, SPD, GRÜNEN und CDU: Die A 281 muss als Gesamtpaket gesehen werden und eine gesonderte Überprüfung des Nutzens des Bauabschnitts 2.2 ist deshalb nicht notwendig.

Eine deutliche Aussage zur B 6n machte Ralph Saxe von den GRÜNEN: "Es wird garantiert keine B 6 neu geben, wenn sie nicht unter dem Flughafen durchführt - ich sehe niemanden in diesem Haus, der das mitmachen würde."

Die Bürgerinitiativen werden das immer wieder beim Wort nehmen. Zur Erinnerung: Der Senat hatte für den neuen Bundesverkehrswegeplan auch eine Flughafenumfahrungsvariante eingereicht und das Bundesverkehrsministerium immer wieder erklärt, dass es nur bereit ist, diese Lösung zu bezahlen.

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